Heftumschläge – ohne Plastik – Die Gründungsgeschichte von minouki

Dies ist ein Gastartikel von Sylvia Manhart – Der Gründerin von Minouki. Sie hat für uns ihren Weg von der Idee bis zur Gründung ihres eigenen Unternehmens aufgeschrieben – Und der war nicht immer einfach. Was sie dazu angetrieben hat plastikfreie Heftumschläge für Schulkinder zu entwerfen und wie sie es trotz aller Widrigkeiten geschafft hat – sie erzählt es uns. Danke Sylvia!


Die Idee entstand, als ich am Ende der Sommerferien mit einer Einkaufsliste haderte. Auf dieser stand geschrieben, dass ich eine Menge farbiger Plastikheftumschläge für diverse Schulfächer meiner Kinder besorgen sollte.

Heftumschläge gelbIch hatte zu diesem Zeitpunkt bereits seit einigen Monaten beschlossen, möglichst plastikfrei zu leben. Und weil ich die Plastikheftschoner auch optisch recht einfallslos fand, und ich auf der Suche nach stabilen Papierumschlägen nicht fündig wurde, entstand in diesem Moment die Idee: wertige Heftumschläge aus Papier als umweltfreundliche und gleichzeitig auch schönere Alternative. Der Gedanke, die beiden Verkaufsargumente Umweltschutz und Design zu kombinieren, um Kindern und Eltern den Griff zur plastikfreien Variante möglichst leicht zu machen, war der Kern der Idee.


Rund 80 Millionen Umschläge wandern allein in Deutschland jährlich in den Müll – eine ganze Menge.


Selbstauferlegte Voraussetzung bei der Produktentwicklung war, dass die gesamte Herstellung umweltfreundlich und regional erfolgen sollte. Keinesfalls sollte ein Baum für dieses Produkt gefällt werden. Die Wahl für das Basismaterial fiel auf ein robustes Recyclingpapier. Es ist mit dem Blauen Engel ausgezeichnet, wird also unter strengen Umweltauflagen hergestellt. Die Reaktionen auf die ersten Prototypen waren so einhellig ermutigend, dass ich mit meinem Mann, der die Grafik übernimmt, im Sommer 2016 die erste Kollektion in den acht wichtigsten Schulfarben herausbrachte.

Heftumschläge minoukiIm ersten Jahr falteten wir mit familiärer Unterstützung an vielen langen Abenden mehrere tausend Heftumschläge von Hand. Wir mussten den unsäglich hohen Preis von 2,40 Euro pro Umschlag verlangen, um irgendwie auf unsere Kosten zu kommen. Doch trotz des hohen Verkaufspreises war das Interesse groß. Mein Dank gilt allen, die den Umschlägen trotz dieses Preises eine Chance gegeben haben. Und das obwohl sie für 30 ct, also ein Achtel des Preises hätten Plastikheftschoner kaufen können. Hätte es diese beherzten Käufer nicht gegeben, wäre das Projekt sicher bald wieder eingestampft worden. Inzwischen konnten wir den Preis zumindest auf 1,55 Euro senken.

 

Heftumschläge aus recyceltem Papier, die auch halten? – Wir wollten beides

Wir haben uns selbst zu hohen Umweltstandards verpflichtet, produzieren nicht in Billiglohnländern und mittels schädlichem UV-Druck, sondern zu fairen Konditionen in Bayern. Warum? Weil wir davon überzeugt sind, dass es das einzig Richtige ist. Deswegen müssen wir die Hefthüllen zu einem höheren Preis anbieten. Dafür kaufen unsere Kunden nicht nur ein schönes, sondern auch ein umweltfreundlich, regional und fair produziertes Produkt.

Natürlich halten die Umschläge nicht ewig. Sie sind am Ende des Tages doch nur aus Papier. Doch die Rückmeldungen unserer Kunden sind äußerst positiv. Wer die Umschläge zum ersten Mal in der Hand hält, ist überrascht von der hochwertigen Haptik. Damit helfen wir Vorurteile gegen Recyclingpapier aus der Welt zu schaffen. Je nachdem wie sorgsam der Benutzer mit den Heftumschlägen umgeht, halten die Umschläge ein Schuljahr locker durch – mit mehr oder weniger stark sichtbaren Gebrauchsspuren. Im Unterschied zu Plastik sind sie am Ende ihrer Lebensdauer biologisch abbaubar oder können in der Papiertonne entsorgt werden.

Ich bin nicht so naiv, zu glauben, dass Heftumschläge aus Papier eine Lösung für das Plastikproblem sind. Nicht solange wir 1 Million Plastikflaschen pro Minute produzieren. Aber ich hoffe, dass die Heftumschläge aus recyceltem Papier dazu beitragen, das Thema Plastikmüll auf positive Weise in die Klassenzimmer zu bringen. Und Kindern, Eltern und Lehrern zu zeigen, dass es oft simple und schöne Alternativen gibt. Ich hoffe einfach, dass das Bewusstsein für die Auswirkungen unserer Konsumgewohnheiten wächst. Und zwar schnell.

 

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