11 Wegwerfprodukte, die wir nicht mehr brauchen!

Taschentücher, Kaffeebecher und Plastikstrohhalme sind nur einige Beispiele für Alltagsprodukte, die wir einmal gebrauchen und oft bereits nach wenigen Minuten wieder wegwerfen.

Auf den ersten Blick ist es nur eine Kleinigkeit, die wir da achtlos wegwerfen. Hochgerechnet auf ein ganzes Menschenleben, kommt aber doch eine Menge zusammen!

Muss das sein? Für Dinge, die wir nur ein paar Minuten benutzen? Wir finden nicht!

Hier stellen wir euch 11 Wegwerfprodukte vor, die wir nicht mehr brauchen und zeigen passende Alternativen, die sich für uns im Alltag bewährt haben:

 

  1. Coffee-to-go-Becher – Pro Stunde gehen alleine in Deutschland rund 320.000 Wegwerfgetränkebecher über die Ladentheke. Viele davon mit Polyethylen beschichtet und mit Deckeln aus Polystyrol bestückt. Fast jeder von uns ertappt sich zumindest gelegentlich dabei, sich ein Getränk in einen Einwegbecher abfüllen zu lassen. Dabei kann man sie so leicht ersetzen! Es gibt stabile und wiederverwendbare Getränkebecher in zahlreichen Variationen: Schlicht und unauffällig oder mit coolen Motiven, mit Henkel oder ohne, mit Isolierfunktion oder als dünnwandiges Leichtgewicht. Sogar faltbare Kaffeebecher sind erhältlich. Da findet jeder seinen Lieblingsbecher für unterwegs.
  2. PapiertaschentücherStofftaschentücher aus Baumwolle sind reißfest und können einfach in der Maschine mitgewaschen werden. Das stetige Wegwerfen und Nachkaufen entfällt. Eine deutlich bessere Alternative!
  3. Servietten – Ebenso wie die Taschentücher können Papierservietten durch Stoffservietten ersetzt werden. Auf einer gedeckten Tafel sieht das nicht nur edel aus, es spart auf Dauer gesehen sogar Geld. Und auch für unterwegs kann man immer eine Serviette aus Stoff dabei haben.
  4. Plastikstrohhalme – Ein weiteres Produkt, das bereits nach sehr kurzem Gebrauch im Mülleimer landet. Mal davon abgesehen, dass man sein Getränk auch ganz ohne Strohhalm schlürfen kann, gibt es längst brauchbare Alternativen: Wiederverwendbare Strohhalme aus Glas oder Edelstahl.
  5. Küchenrolle – Warum immer wieder neue, in Plastik verpackte Rollen kaufen, wenn es stabile Bambus Küchenrollen gibt? Die Küchenrollentücher aus Bambusfasern sind waschbar und können daher weit mehr als nur einmal verwendet werden.
  6. Kaffeekapseln & Filter – In vielen Haushalten und Büros fallen täglich mehrere Kaffeekapseln aus Kunststoff oder Einwegkaffeefilter an. Die Filter kann man ganz einfach durch Dauerkaffeefilter aus Edelstahl oder Keramik ersetzen. Und auch für die meisten Kapselmaschinen der bekannten Marken gibt es kompatible, wiederbefüllbare Kaffeekapseln aus Edelstahl. Angesichts der vergleichsweise hohen Preise für Kaffee in Kapseln spart man auf diese Weise nicht nur Abfall, sondern auch Geld.
  7. Reinigungspads – Pads wie sie zum Abschminken oder zur Gesichtsreinigung verwendet werden müssen nicht aus Watte sein und nach einmaliger Benutzng weggeworfen werden. Alternativen aus weicher Bio-Baumwolle kann man selbst nähen oder fertig kaufen.
  8. Wattestäbchen  – Statt Wattestäbchen zum Wegwerfen zu kaufen, kann man auf kompostierbare Wattestäbchen ohne Plastik (leider recht teuer) oder einen medizinischen Ohrreiniger aus Edelstahl umsteigen. Der lässt sich nach der Verwendung leicht hygienisch reinigen und hat eine sehr lange Lebensdauer.
  9. Zungenreiniger – Auch für Zungenschaber aus Plastik gibt es langlebige Alternativen, nämlich Zungenschaber aus Edelstahl oder auch aus Kupfer, die man einfach reinigen und wiederverwenden kann.
  10. Damenbinden – Damenbinden und Slipeinlagen verursachen nicht nur einiges an Abfall, oftmals sind die Produkte auch mit chemischen Bleichmitteln und Parfumstoffen behandelt. Diese Stoffe belasten das Abwasser und können Hautreizungen hervorrufen. Eine Alternative findet man in Form von waschbaren Damenbinden aus Stoff. Es gibt Binden aus unbehandelter Bio-Baumwolle, die nach dem Gebrauch einfach in der Maschine gewaschen und wiederverwendet werden können.
  11. Plastiktüten – In einigen Ländern sind sie bereits verboten (z.B. in Kenia oder Marokko) und auch dort, wo es kein striktes Verbot gibt, sind sie nicht wirklich nötig. Stofftaschen, Gemüsenetze, Einkaufskörbe – alles langlebige und nachhaltige Alternativen, die Plastiktüen überflüssig machen.

 

Ressourcen, Abfall und Geld sparen!

An brauchbaren Alternativen magelt es also sicher nicht. Warum werden dennoch Ressourcen verschwendet und Abfall produziert für Dinge, die nur ein einziges Mal für wenige Minuten genutzt werden?

 

Weil die Wegwerfprodukte günstiger sind?

In der Anschaffung kostet ein langlebiges Produkt aus Edelstahl, Baumwolle oder Keramik mehr als ein Plastikprodukt. Wer aber genau darauf achtet, wird feststellen, dass die meisten Mehrwegvarianten auf Dauer günstiger sind, da man sie nicht immer wieder neu kaufen muss.

Oftmals hört man das Argument, dass das Waschen oder Spülen der Mehrwegprodukte doch auch Wasser und Energie kostet. Das ist richtig, aber: Verglichen mit dem Kauf neuer Einwegprodukte ist dieser Aufwand gering. Denn für deren Produktion müssen nicht nur Ressourcen und Energie aufgewandt werden, die Einwegprodukte müssen auch verpackt (meist in Plastik) und transportiert werden. Und nach dem kurzen Gebrauch fällt die Entsorgung an.

Dann doch lieber Alternativen wie Stofftaschentücher, Reinigungspads oder Strohhalme, die ohnehin so klein und kompakt sind, dass sie in Wasch- oder Spülmaschine kaum ins Gewicht fallen.

 

Sind die Einwegprodukte einfach zu praktisch?

Das ist vermutlich schon eher ein Grund. Vielen Menschen steht im Alltag der innere Schweinehund im Weg. Es ist einfach bequemer, sich seinen Kaffee in einen To-go-Becher zu füllen und diesen anschließend in den Abfalleimer zu werfen, als einen Becher mitzubringen und ihn zu Hause wieder zu spülen. Gleiches gilt für Stofftaschentücher, Küchenrollen und Co.

Die große Herausforderung ist es also, seinen eigenen Schweinehund zu überwinden, Alternativen zu finden und ein bisschen vorrausschauend zu planen. Ganz alleine ist das nicht immer leicht, aber gemeinsam können wir Lösungen weg von der Bequemlichkeit hin zu mehr Nachhaltigkeit finden.

Zahlreiche Denkanstöße und Tipps dazu bietet die Blogparade Tschüss Schweinehund, hallo nachhaltigeres Leben, zu der auch dieser Artikel beitragen soll. Dort haben sich zahlreiche Blogger aufgemacht, um Wege aufzuzeigen, wie jeder Einzelne von uns seinen Alltag nachhaltiger gestalten kann.

Denn wer es schafft seinen inneren Schweinehund zu überwinden, kann Tag für Tag mit kleinen Dingen zu mehr Nachhaltigkeit beitragen!


Blogparade Nachhaltigkeit

 

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